
| Nutzung | Labore für Biotechnologie, Bibliothek, Schulungsräume |
| Standort | Wädenswil |
| Bauherr | Grundausbau: Tuwag Immobilien AG Mieterausbau: Hochbauamt Kanton Zürich |
| Auftraggeber | Grundausbau: Tuwag Immobilien AG Mieterausbau: Hochbauamt Kanton Zürich |
| Generalplaner | Hotz Partner AG |
| Architektur | Hotz Partner AG |
| Planung | 2019 - 2025 |
| Realisierung | 2024 - 2026 |
Erläuterung
Das Tuwag Areal in Wädenswil ist ein Standort der ZHAW (Campus Reidbach), an dem das Departement Life Sciences und Facility Management untergebracht ist.1890 wurde ein erstes Gebäude, in Sichtbackstein errichtet. Der Fabrikbau mit Sheddachanlage wurde seeseitig der Einsiedlerstrasse auf dem Areal der Tuchfabrik Wädenswil erstellt. Die Anlage wurde 1906 mit einem Erweiterungsbau gegen Süden vergrössert. Die denkmalgeschützten Shedhallen wurde von 2024 - 2026 umgebaut. In diesen historischen Gemäuern wurden moderne Unterrichts-, Labor- und Bibliotheksräume eingerichtet. Die Sanierung ist Teil einer strategischen Standortentwicklung, um den Flächenbedarf der Hochschule zu decken.
Leistungen von Kalt + Halbeisen Ingenieurbüro AG
Bearbeitung der gesamten Gebäudetechnik HLKS, Dampf, Spezialgasversorgung, Gebäudeautomation, Gewerbliche Kälte mit Kühlräumen und Fachkoordination vom Konzept bis zur Schlussabnahme (Ph.31 - 53).
Installationssumme HLKS/GA ca. 9.5 Mio.
Baukosten
ca. 50 Mio.
Kenndaten
| Gebäudevolumen: | ca. 49'000 m3 |
| Brutto Geschossfläche: | ca 9'000 m2 |
| Gesamtluftmenge: | 45'000 m3/h |
| Wärmeleistung: | 570 kW |
| Kälteleistung: | 420 kW |
| Dampferzeugung: | 300 kW |
Technische Highlights
Lüftung / Klima
Die untere Shedhalle wird mit einer Laborlüftungsanlage be - und entlüftet. Die Anlage wird bedarfsgerecht geregelt. Das heisst wenn die Laboratorien belegt sind, wird dies über einen Präsenzmelder erfasst und die Lüftung fährt auf den minimalen Luftwechsel gem. EKAS hoch. Die Zuluft wird mittels Düsenrohren in die Laboratorien eingebracht. Dies vermeidet Zugserscheinungen. Die Anlage ist mit einer adiabaten Fortluftkühlung ausgestattet. Die Anlage kühlt die Zuluft über weite Strecken ohne Betrieb der Kältemaschine. Die obere Shedhalle für die Bibliothek mit Schulungsräumen wird mit einer separaten Lüftunganlage inkl. adiabater Fortluftkühlung belüftet. Die Luft wird mittels Quellluftauslässen in die Räume eingebracht. Durch die grossen Raumhöhen mit den Sheddächern, nutzen wir den Luftschichtungseffekt und können so den Energieaufwand reduzieren. Auf diese Art kann in grossen Bereichen auf eine aktive Raumkühlung verzichtet werden.
Heizung / Kälte
Das Energiekonzept basiert darauf, dass das Gebäude in erster Linie mit Abwärme beheizt wird. Als Quelle hierfür dienen Kältererzeugungen, Drucklufterzeugung und Kühlräume. Zur Spitzendeckung an sehr kalten Tagen wird CO2 neutrale Wärme von Areal Holzschnitzelheizung eingespritzt. Die Wärmeabgabe erfolgt grossteils über Heizkörper aus dem Bestand, welche im Sinne von Re-use weitergenutzt werden. Die Dampferzeugung dient den biotechnologischen Prozesse der Bioreaktoren. Auf Grund der hohen Geräteanforderungen erfolgt dies mittels Reindampf. Die Kälteerzeugung erfolgt mittels Turboverdichter mit höchsten COP's wobei das klimafreundlichen Kältemittel HFO zum Einsatz gelangt. Über weite Strecken erfolgt die Raumkühlung mit hohem Komfort mittels Kühlbaffeln.
Sanitär / Medien
Der Bereich der Sanitären Installationen umfasst neben den traditionellen Installationen auch die Bereiche der Labor - Wasseraufbereitung, Druckluft- und Spezialgasversorgung. Dezentral sind Wasserstoff- und Stickstoffgeneratoren im Einsatz. Erdgas wird für die Dampferzeugung und die bestehenden Fabrikbeiz mit Gastroküche genutzt. Aufgrund der Druckverhältnisse des Erdgasnetztes der Stadtwerke, sind EX- geschütze Nachverdichter im Einsatz, um den Versorgungsdruck von 18 mbar auf 100 mbar zu erhöhen.
Gebäudeautomation
Die Gebäudeautomation verwendet das standardisierte BACnet Kommunikationsprotokoll. Die Feldegeräte sind direkt via BACnet MSTP in das System eingebunden. Die einzelnen Zonen und Laborräume verfügen über dezentrale Automationsgeräte / ERR Boxen. Die Anbindung an die übergeordnete ZHAW Alarmzentrale (DAKS Server) in Winterthur erfolgt mittels ESPA-X. Alarme und Statusmeldungen des GAB werden an die übergeordnete Areal - Leittechnik übermittelt. Es wurde ein integrales Messkonzept erstellt. Die Übermittlung der Messdaten zum übergeordneten Messportal des Kt. Zürichs erfolgt über Ethernet - IP.
Referenzauskunft
Herr Thomas Brassel, GL Tuwag / 044 783 15 50 | thomas.brassel@tuwag.ch
Eindrücke
Die folgenden Bilder zeigen, wie sich unsere Planung im Raum entfaltet. Sie geben einen Eindruck davon, wie technische Lösungen, Architektur und Nutzung zu einem stimmigen Gesamterlebnis zusammenfinden.
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