
| Nutzung | Forschung und Entwicklung |
| Standort | Wagi Areal Schlieren, Zürich |
| Bauherr | Biotech Center Zürich |
| Auftraggeber | GHZ, Schlieren |
| Architektur | Gysling Architekten und Planer AG |
| Planung | 1. Etappe 2003-04 / 2. Etappe 2008-09 |
| Realisierung | 1. Etappe 2005 / 2. Etappe 2010 |
Erläuterung
Die Fa. GHZ, Eigentümerin des Wagi Areals investiert für verschiedene Biotech Unternehmungen in die Infrastruktur und stellt für diese optimale Rahmenbedingungen für Forschung und Entwicklung zur Verfügung. Seit dem Jahre 2000 sind Dank dem innovativen Investor auf dem Areal ca. 500 hochwertige Arbeitsplätze geschaffen worden. Das Biotech Center Zürich (Mitglieder: ETH, Cytos, Prionics, Genetics, Uni, USZ, Roche), hatte Bedarf an Mouse Forschung – GHZ erstellte das Tierlabor – die Nutzergemeinschaft betreibt das Tierlabor.
Diverses
In einem bestehenden Gebäude (Baujahr 1950) wurde Mietfläche frei. Auf Grund des vorhandenen Bedarfs an einer Mouse Facility wurden verschiedene Varianten zur Integration der Hightech Anlage in die vorhandene Hülle konzipiert. Wichtige Grundsatzentscheide waren die Art der Tierhaltung (offene Käfighaltung oder IVC – Rack Haltung). Von der räumlichen Anordnung wurde grundsätzlich darauf geachtet, dass Material – und Personenflüsse ohne Kreuzkontaminationen erfolgen können.
Leistungen von Kalt + Halbeisen Ingenieurbüro AG
Bearbeitung der gesamten Gebäudetechnik HLKS, MSRL und Fachkoordination vom Vorprojekt bis zum Projektabschluss. Installationssumme 3.5 Mio.
Technische Highlights
Lüftung / Klima
Die Lüftungsanlage ist von Grund auf als luftvariables System geplant. Jede Stalleinheit muss im Unterdruck wie auch im Überdruck funktionieren. Das heisst, je nach Versuchsanordnung bzw. der Art von Organismen und Infektionsgrad derselben wird durch das Forschungsteam entschieden, ob sich ein Raum im Überdruck oder Unterdruck befinden soll. Zudem wurde bei jeder Einheit, die Möglichkeit zur Begasung (Sanitisierung) mit Wasserstoffperoxyd geschaffen.
Heizung / Kälte
Die Art der zur Forschung verwendeten Mäuse sind Nacktmäuse. Diese Mäuse sind bezüglich Temperaturschwankungen sehr anfällig. Die Anlage wird in einem engen Range von +/- 1.5°C gefahren. Die Kälteerzeugung wurde nicht redundant ausgeführt.
Sanitär / Medien
Als Kernstück der Sanitärtechnik kann die Wasseraufbereitung bezeichnet werden. Diese umfasst folgende Stufen:
Enthärtung => technische Nutzung für Geräte und Maschinen
Gegenosmose / Entgasung / Dampferzeugung / Flaschenspülmaschine
Ansäuerungsanlage => für Mäusetrinkwasserabfüllanlage => Durch die Ansäuerung des Mäusetrinkwassers kann der Flaschenwechselzyklus auf 14 Tage ausgedehnt werden, dies bedeutet eine Reduktion der Betriebskosten.
Durch die Druckluftanlage sind grosse Spitzen abzudecken. Diese werden durch Grossraumautoklaven hervorgerufen. Als technische Lösung hierfür hat sich ein Pufferspeicher bewährt. Für die Autopsie wurde ebenfalls eine Spezialgasanlage eingerichtet.
Referenzauskunft
Prof. Manfred Kopf, ETH Telefon 044 633 64 70
Eindrücke
Die folgenden Bilder zeigen, wie sich unsere Planung im Raum entfaltet. Sie geben einen Eindruck davon, wie technische Lösungen, Architektur und Nutzung zu einem stimmigen Gesamterlebnis zusammenfinden.
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