
| Nutzung | Sport- und Mehrzweckhallte, Schulnutzung, Tagesstruktur |
| Standort | Langnau am Albis |
| Bauherr | Gemeinde Langnau am Albis |
| Auftraggeber | Luca Selva Architekten AG |
| Generalplaner | Luca Selva Architekten AG |
| Architektur | Luca Selva Architekten AG |
| Planung | 2023 - 2026 |
| Realisierung | 2026 - 2029 |
Erläuterung
Die räumliche Ordnung der bestehenden Schulanlage mit einer Ansammlung von Bauten aus unterschiedlichen Epochen im Unterdorf von Langnau am Albis wird durch den präzisen Eingriff geklärt. Mit der neuen Dreifachturnhalle, die in ihrem obersten Geschoss auch die Tagesstrukturen aufnimmt, werden die Aussenräume in ihren Beziehungen zum Bestand und zum Neubau präzisiert und es entsteht – zusammen mit dem Inline-Hockeyfeld – eine selbstverständliche neue räumliche Ordnung, welche die Qualitäten des Ortes in die Zukunft trägt. Der Neubau ist effizient konzipiert und trägt als Holz-Beton-Hybridkonstruktion den zeitgemässen Anforderungen an eine umfassend verstandene Nachhaltigkeit Rechnung.
Leistungen von Kalt + Halbeisen Ingenieurbüro AG
Wettbewerbserfolg!Bearbeitung der gesamten Gebäudetechnik HLKKS/GA und Fachkoordination vom Wettbewerbskonzept bis zur Schlussabnahme.
Installationssumme HLKKS/GA beträgt ca. 2.5 Mio. Die Planung erfolgt in BIM.
Baukosten
ca. 30 Mio.
Kenndaten
| Gebäudevolumen | 81'000 m2 |
| Brutto Geschossfläche | 5'700 m2 |
| Wärmeleistung | 150 kW |
| Klimakälteleistung | Freecooling |
| Brauchwarmwasserbedarf | 13'000 l/d |
| Gesamtluftmenge | 17'000 m3/h |
| Länge Erdsonden: | 2'750 m |
Technische Highlights
Lüftung / Klima
Mittels Kaskadennutzung der Luft konnte der Bedarf an Lüftungsanlagen halbiert werden. Während die Frischluft immer im Turnhallenbereich eingebracht wird, erfolgt die Abströmung via Zuschauerbereich in die Garderoben und Duschen. Sowohl zur Nachtauskühlung wie auch bei Grossanlässen können die Fenster und Oblichter unterstützend geöffnet werden. Dieselben Öffnungen dienen auch dem natürlichen Rauch- und Wärmeabzug im Brandfall. Innerhalb der Schul- und Hortnutzung wurde die gesamte Lüftungsanlage in den Schrankfronten integriert. Auch hier kommen Überströmkonzept zum Einsatz, indem die Luft in den allgemeinen Räumen abgesogen wird.
Heizung / Kälte
Zur Beheizung und freien Kühlung dient ein Erdsondenfeld, welches mittels vorgängiger Testbohrung und Messung optimiert wurde. Das Erdsondenfeld ist erweiterbar für zukünftige Gebäude der Gemeinde auf demselben Areal. Zwei Wärmepumpen decken die verschiedenen Temperaturniveaus der Heizung und der Trinkwarmwasserladung ab. Im Störungsfall können diese jeweils gegenseitig umgeschaltet werden um eine Teilredundanz zu erreichen. Mittels Fussbodenheizung und der Lüftung wird nebst der Heizung im Sommer eine leichte Kühlung aller Nutzräume sichergestellt und gleichzeitig das Erdreich regeneriert.
Sanitär / Medien
Sämtliches Regenwasser des Hauptdaches wird in unterirdischen Zisternen gesammelt und prioritär für die Bewässerung der Dachgärten und des Fussballplatzes genutzt. Erst bei länger ausbleibendem Regen wird Trinkwasser zur Bewässerung verwendet. Der Wasserhygiene wurde hohe Beachtung geschenkt. Mittels ausgeklügelter Leitungsführung konnte stagnierendes Wasser mit nur wenigen automatisierten Spülstellen gewährleistet werden.
Referenzauskunft
Marcel Dönni, Leiter Liegenschaften, 044 713 55 40, marcel.doenni@langnau.ch
Eindrücke
Die folgenden Bilder zeigen, wie sich unsere Planung im Raum entfaltet. Sie geben einen Eindruck davon, wie technische Lösungen, Architektur und Nutzung zu einem stimmigen Gesamterlebnis zusammenfinden.
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