
| Nutzung | Forschung Medizin, Biotechnologie und Chemie |
| Standort | Hönggerberg, Zürich |
| Bauherr | ETH |
| Nutzer | ETH Zürich |
| Generalplaner | Burckhardtpartner Zürich |
| Architektur | Burckhardtpartner Zürich |
| Planung | 2006 - 2010 |
| Realisierung | 2008 - 2013 |
Erläuterung
In diesem Gebäude wird transdisziplinäre Forschung aus den Bereichen Medizin, Biotechnologie und Chemie zu einer Einheit zusammengeführt. Durch die integrale Forschung verspricht man sich grosse Fortschritte in den Bereichen Krebstherapie und Immunologie. Auf Grund ihrer genetischen Beschaffenheit bzw. der Ähnlichkeit zur menschlichen DNS werden Mäuse zu Forschungszwecken eingesetzt.
Leistungen von Kalt + Halbeisen Ingenieurbüro AG
Wettbewerbserfolg!Bearbeitung der gesamten Gebäudetechnik HLKKS, Spezialgasversorgung und die Fachkoordination vom Wettbewerbskonzept bis zur Schlussabnahme. Installationssumme HLKKS beträgt ca. 25 Mio.
Baukosten
ca. CHF 125 Mio.
Label
Minergie-ECO
Kenndaten
| Anzahl Geschosse | 9 |
| Davon Tierhaltungsgeschosse | 2 |
| Gebäudevolumen | 95‘000 m3 |
| Brutto Geschossfläche | 22‘000 m2 |
| Energiebedarf nach SIA | 126 MJ/m2 und Jahr |
| Energiebedarf nach Minergie | 101 MJ/m2 und Jahr |
| Energiebedarf Life Science Platform | 55 MJ/m2 und Jahr |
| Gesamtluftmenge | 290‘000 m3/h |
| Dampfleistung | 4 MW |
Technische Highlights
Lüftung / Klima
An die Tierhaltungsanlage werden sehr hohe Hygieneanforderungen gestellt. Diese Reinraumlüftungen schaffen für die Nager ein äusserst stabiles Klima (22°C / 55% r.F.). Die Lüftung ist grundsätzlich auf möglichst geringe Aussenluftmengen ausgerichtet. So wird die Lüftung im Laborbereich lediglich auf einen 6-fachen Luftwechsel ausgelegt. Die volle Luftmenge wird nur bei geöffneten Kapellenschiebern genutzt. Nach Schliessen derselben, wird die Luftmenge reduziert. Wird zudem durch den Präsentsmelder keine Belegung registriert wird die Luftmenge nochmals reduziert. Die Wärmerückgewinnung erfolgt über ein Kreislaufverbundsystem. Dadurch kann Überschusswärme aus dem Tierhaltungsbereich in anderen Zonen genutzt werden. Die Luftkühlung erfolgt in erster Sequenz energieeffizient mittels adiabater Fortluftkühlung.
Heizung / Kälte
Durch vorbildliche Nutzung von Geothermie wird das Gebäude mittels Erdenergie beheizt und gekühlt. Die Erdspeicher werden dynamisch bewirtschaftet bzw. mit Energie geladen (Kühlfall) und entladen (Heizfall). Mittels einer Wärmepumpe wird die Erdwärme auf ein nutzbares Temperaturniveau von 33°C angehoben. Durch den geringen Hub werden beste COP erreicht. In erster Priorität wird jedoch Abwärme zur Beheizung genutzt. Die Raum-Kühlung erfolgt auf einem hohen Temperaturniveau von ca. 18°C. Dadurch kann die Erdenergie direkt genutzt werden. Die Beheizung und Kühlung im Laborbereich erfolgt durch kombinierte Heiz / Kühlbaffeln (statische Elemente). Im Bürobereich erfolgt dies mittels Thermo Aktivem Bauteil System.
Sanitär / Medien
Die Wasserversorgung erfolgt modular durch vertikale Steigzonen. Jedes Labormodul ist ausserhalb der Laborfläche abstellbar – ohne Beeinträchtigung anderer Professuren. Das Brauchwarmwasser wird mittels Abwärmenutzung erzeugt.
Referenzauskunft
Herr Daniel Emmenegger, ETH
Eindrücke
Die folgenden Bilder zeigen, wie sich unsere Planung im Raum entfaltet. Sie geben einen Eindruck davon, wie technische Lösungen, Architektur und Nutzung zu einem stimmigen Gesamterlebnis zusammenfinden.
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