
| Nutzung | Spitalnutzung |
| Standort | Birsfelden |
| Bauherr | Grundausbau: Implenia / Mieterausbau: Universitätsspital Basel |
| Auftraggeber | Grundausbau: Implenia / Mieterausbau: Universitätsspital Basel |
| Architektur | Grundausbau: fsp Architekten / Mieterausbau: Burckhardt Architektur AG |
| Planung | 2021 - 2026 |
| Realisierung | 2024 - 2027 |
Erläuterung
Im Spitalareal des Universitässpital Basel wird der Platz knapp, weshalb sich das Spital Richtung Birsfelden ausgedehnt hat und dort in neues Service- und Logistikzentrum zieht. Mit der Nähe zur Autobahn reduziert diese neue Logistikdrehscheibe erheblich den Transportverkehr in der Innenstadt. Ebenfalls werden die zwei bestehnden AEMPs (Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte) im Spitalareal in diesem neuen Logisitkzentrm zusammengeführt. Dadruch entsteht eine modernste AEMP mit neuster Technik, Prozesseffizienz und hohe Qualität nach den Vorgaben der Swissmedic. In der AEMP durchlaufen die Sterilgütern, Instrumente und Geräte der Operationstrakte des USB eine aufwendige Reinigung, Desinfektion und Sterilisation. Sie werden einzeln oder als standardisierte Sets (Instrumentensiebe) aufbereitet, gelagert und bedarfsgerecht für einen nächsten Eingriff zusammengestellt. Ebenfalls stellt das Projekt in Birsfelden bezüglich Digitalisierung eine Vorreiterrolle für das USB dar.
Leistungen von Kalt + Halbeisen Ingenieurbüro AG
Bearbeitung der gesamten Gebäudetechnik für den Grundausbau wie auch für den Mieterausbau HLKKS, Medizinalgasversorgung, GA und die Fachkoordination vom Konzept bis zur Schlussabnahme.
Installationssumme HLKKS / GA beträgt ca. 10.5 Mio.
Baukosten
ca. 80 Mio.
Label
Minergie-P
Kenndaten
| Gebäudevolumen: | 105'000 m3 |
| Geschossflächen: | 16'000 m2 |
| Anzahl Geschosse: | 7 Stk. inkl. 1 UG |
| Gesamtluftmenge: | 114'820 m3/h |
| Heizleistung: | 670 kW |
| Kälteleistung: | 980 kW |
Technische Highlights
Lüftung / Klima
Bei der Anlagenkonzeption der AEMP, steht die Hygiene im Zentrum, sodass Kreuzkontaminationen ausgeschlossen werden können. Die Anlage ist so disponiert, dass jederzeit kontrollierte Druck- und Strömungsverhältnisse vorzufinden sind. Druckstufen / Raumklassen: Zonenweise werden die Druckstufen mittels Volumenstromreglern reguliert und garantiert, wobei der Überdruck von der Sterilzone über die Reinzone zur Schmutzzone abnehmend ist. So wird eine generelle Luftströmung von reineren Bereichen zu weniger reinen Bereichen sichergestellt. Entsprechend der Guidelines „Gute Praxis zur Aufbereitung von Medizinprodukten“ wurde für den Pack- und Auskühlbereich die Reinraumklasse ISO 8 (gem.ISO 14644-1) eingerichtet. Der Lager- und Bürobereich wird mit einer konventioneller Lüftungsanlage belüftet, die Luftmengen werden bedarfsgerecht den Zonen zugeführt und gewährleisten in allen Bereichen eine optimale Luftqualität.
Heizung / Kälte
Das Gebäude wurde mit einem ausgedehntes Abwärmenutzungskonzept konzipiert. Als Quellen dafür dienen die Abwärme aus den Kälteerzeugungen (Klimakälte und gewerbliche Kälte), die Drucklufterzeugung, sowie die Abwärme aus dem Abwasser der Medizintechnik-Grossgeräte. Lediglich zur Spitzenlastdeckung wird Fernwärme genutzt. Die Wärmeabgabe erfolgt in allen Bereichen mittels Thermo Aktivem Bauteil Systemen (TABS).
Die Kälte auf niedrigerem Temperaturniveau wird im Gebäude klimafreundlich mittels HFO als Kältemittel erzeugt. Zum Einsatz kommen hocheffiziente Turbokompressoren, welche über alle Teillastbereiche höchste COPs gewährleisten.
Die Grundlastkühlung erfolgt im Sinne eines Change-Overs ebenfalls mittels TABS. Ein weiteres Highlight ist die Sterilisatoren Rückkühlung mittels Freecooling, – clever, umweltschonend und wirtschaftlich.
Sanitär / Medien
Auch die Sanitären Anlagen sind nach Hygiene Aspekten konzipiert. In einer mehrstufigen Wasseraufbereitungsanlage wird EN 285 konformes, Aqua Purificata erzeugt. Die Verteilung und Versorgung der medizintechnischen Geräte erfolgt im zirkulierenden Loop System. Ebenso nach Hygienegrundsätzen erfolgt die Drucklufterzeugung mit oelfreien Kompressoren, wobei die Druckluft im Reinraumbereich über Sterilfilter gereinigt wird. Die Brauchwarmwassererzeugung erfolgt mittels Frischwasserstationen, welche unter anderem auch die medizintechnischen Grossgeräte versorgen, damit die Vorwärmung mit Fernwärme anstelle hochwertiger elektrischer Energie erfolgt.
Gebäudeautomation
Im Gebäude kommt eine leistungsstarke, Automationslösung für den Industriestandard zum Einsatz. Eine präzise Systemarchitektur, moderne Sensorik und effiziente Regelstrategien bilden ein zuverlässiges GA - System. Durch die intelligente Integration der HLKS-Anlagen sowie eines fortschrittlichen Energiemanagements wurde ein nachhaltiger, wirtschaftlicher und zukunftssicherer Gebäudebetrieb realisiert. Dies mit dem Ziel maximaler Effizienz, hoher Betriebsstabilität und optimalem Komfort. So kommt zum Beispiel für die TABS Regulierung ein prädiktives Regelungssystem zum Einsatz, welches die Meteo Daten einliest und vorausschauend regelt. Alle Systemteile des Grund- und Mieterausbaus sind über das technische Netzwerk vollständig kommunikationsfähig miteinander verbunden. Sämtliche Anlagen, Alarme und Statusmeldungen werden an die übergeordnete Leittechnik des Universitätsspitals Basel übermittelt. Auch das Monitoring (Druck/Temperatur/Feuchte) der Reinraumbereiche erfolgt über das GA.
Referenzauskunft
Herr Stefan Kiener, PL Implenia Entwicklung, 058 474 30 74 oder stefan.kiener@implenia.com
Eindrücke
Die folgenden Bilder zeigen, wie sich unsere Planung im Raum entfaltet. Sie geben einen Eindruck davon, wie technische Lösungen, Architektur und Nutzung zu einem stimmigen Gesamterlebnis zusammenfinden.
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