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Optimierung der Luftwechselraten in Laboren
Optimierung der Luftwechselraten in Laboren: Geht Sicherheit auch mit weniger Energieverbrauch?
Optimierung der Luftwechselraten in Laboren: Geht Sicherheit auch mit weniger Energieverbrauch?
Als Industriepartner durften wir die Bachelor-Thesis von Andreas Meier und Sandro Raidt zum Studiengang Gebäudetechnik und Energie der Hochschule Luzern HSLU betreuen.
Im Jahr 2022 wurde eine neue EKAS 1871 Richtlinie Labor veröffentlicht. Leider wurde hierbei kaum differenziert und alle möglichen Laboratorien über einen Leist geschlagen. Unter anderem wurden (hohe) Luftwechselraten vorgegeben. Dies bedeutet per se hohe Energieverbräuche, hohe CO2 Emissionen und auch höhere Investitionen. Arbeitssicherheit liegt uns am Herzen. Aber ist es richtig, in Zeiten des Klimawandels auf Grund von Unsicherheiten erhöhte Vorgaben zu erlassen?
Deshalb untersuchten wir dieses Thema vertieft bezogen auf Biologie Labore auf Basis von typischen Arbeitsstoffen in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich Kurt Schlegel und der HSLU mit Prof. Heinrich Huber und Frank Gubser.
Die Ergebnisse der Thesis legen nahe, dass Biologie Labore mit niedrigeren Luftwechselraten als in der EKAS-Richtlinie vorgeschrieben betrieben werden können. Das spart nicht nur Betriebskosten, sondern reduziert auch die Treibhausgasemissionen erheblich.
Es scheint uns wichtig, die Luftwechselraten sorgfältig zu evaluieren und kritisch mit Vorgaben umzugehen.
Immerhin lässt die SUVA Richtlinie zu, die Arbeitssicherheit auf andere Weise zu erfüllen.
Mehr Infos zur Thesis wurden in der Fachzeitschrift HK-Gebäudetechnik (Ausgabe 1, 25) publiziert.
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